Unverschämtheit der OZ

Hallo liebe Rostocker,

kurz zur Vorgeschichte:
In der gestrigen Ausgabe der Ostseezeitung war ein Artikel zu finden, in dem sich eine Berliner Werbeagentur so richtig schön über die Rostocker OB-Wahlplakate auslässt. In dem Artikel heißt es u.a., dass diese Branchen-Profis die Plakate unter branchenrelevanten Kriterien geprüft haben. Hier der Link zu dem Artikel: http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=3348639 …leider sind hier die Kritiken nicht direkt zu lesen. Diese sind nur in der Printausgabe zu finden.

Es wurden jedenfalls alle Plakate die auf Rostocks Straßen zu sehen sind, komplett zerlegt und zerhackt. An sich halb so wild – da die meisten wirklich nicht so ganz gelungen sind. Da ich als freier Grafiker ein Grundinteresse an dem Thema Gestaltung/Werbung habe, habe ich mir die Website dieser scheinbar übermächtigen Berliner Werbeagentur angesehen. Die Referenzen die ihr Portfolio schmücken, sind wirklich unter aller Kanone. Und von Leuten, die ihr Handwerk scheinbar selber nicht verstanden zu haben scheinen, eine solch vernichtende Kritik einfach unkommentiert im Raum stehen zu lassen, fand ich nicht richtig. Auch wenn ich davon nicht direkt betroffen bin, hat es mich trotzdem geschockt, dass die OZ so einen Rostock-feindlichen Quatsch veröffentlicht und sich dabei auf das Urteil so einer pseudo-professionellen Werbeagentur verlässt.

Ausgehend davon war ich erfreut als intensiver Nutzer der sozialen Netzwerke, meiner Meinung auf seriöse Weise eine Stimme zu verleihen – auf dem Facebook-Profil der Ostseezeitung. Hier habe ich lediglich die Frage in den Raum gestellt, ob sich die Rostocker Wahlplakate denn von einer Werbeagentur zerreißen lassen müssen, die selber keine anständige Werbung auf die Straße bringt – mit dem Link zu den Referenzen dieser Agentur. Dieser Post war leider nach ca. 20 Sekunden wieder von den Facebook-Redakteuren der OZ gelöscht worden. Darauf hin habe ich noch ein weiteres Mal versucht. Wieder gelöscht.

Nun frage ich mich, ob es denn für die Objektivität und Transparenz einer Zeitung spricht einfach öffentliche Kommentare und Meinungen zu löschen. Dieses Unverständnis des Mediums möchte ich einfach nicht unkommentiert im Raum stehen lassen.

Nun versuche ich über andere lokale Medien auf diese Unverschämtheit der OZ aufmerksam zu machen – in der Hoffnung, dass es noch andere Leute hier gibt die sich kritisch mit dem Thema »Online-Transparenz und freie Meinung im Netz« auseinander setzen und das Bedürfnis verspüren das an die Öffentlichkeit zu tragen.

Falls ihr mal darüber schreiben wollt oder eine Diskussion darüber mit initiieren wollt, würde ich das sehr begrüßen.

Ein Gedanke zu „Unverschämtheit der OZ

  1. Frank

    Hallo,
    es ist ja bereits bekannt, dass die OZ-„Redakteure“ ihre Kompetenz verloren haben, nicht nur auf dem o.g. Gebiet. Schon sehr lange sind die OZler nicht in der Lage, auch nur einen einzigen vernünftigen Bericht in der lokalen maritimen Welt zu verfassen. Beispiel gefällig? Im Zuge des COSTA CONCORDIA – Unglücks haben einige „Redakteure“ der OZ versucht, zu recherchieren. In einer einziartigen, reisserischen Headline hieß es dann, dass der Kapitän der COSTA CONCORDIA bereits in Rostock vor ein paar Jahren auffällig war und eines der AIDA-Schiffe fast versenkt hätte. Selbst AIDA hat das dementiert. Tatsächlich ist die C.C. etwas zu dicht an das AIDA-Schiff gekommen, hat diese aber nicht einmal berührt.
    Die „Recherchen“ der OZ-„Redakteure“ ergaben dann ein Bild von der CC in Rostock. Dieses wollten die dann auch abdrucken aber der Bildautor hat dies ausdrücklich in diesem Zusammenhang abgelehnt. OZ hat trotzdem gedruckt. Und mußte anschließend 1600 EUR Strafe wg. Bilddiebstahl zahlen.
    Das sind die sauberen Methoden der OZ.

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