Kategorie-Archiv: Allgemeines und Sonstiges

Unverschämtheit der OZ

Hallo liebe Rostocker,

kurz zur Vorgeschichte:
In der gestrigen Ausgabe der Ostseezeitung war ein Artikel zu finden, in dem sich eine Berliner Werbeagentur so richtig schön über die Rostocker OB-Wahlplakate auslässt. In dem Artikel heißt es u.a., dass diese Branchen-Profis die Plakate unter branchenrelevanten Kriterien geprüft haben. Hier der Link zu dem Artikel: http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=3348639 …leider sind hier die Kritiken nicht direkt zu lesen. Diese sind nur in der Printausgabe zu finden.

Es wurden jedenfalls alle Plakate die auf Rostocks Straßen zu sehen sind, komplett zerlegt und zerhackt. An sich halb so wild – da die meisten wirklich nicht so ganz gelungen sind. Da ich als freier Grafiker ein Grundinteresse an dem Thema Gestaltung/Werbung habe, habe ich mir die Website dieser scheinbar übermächtigen Berliner Werbeagentur angesehen. Die Referenzen die ihr Portfolio schmücken, sind wirklich unter aller Kanone. Und von Leuten, die ihr Handwerk scheinbar selber nicht verstanden zu haben scheinen, eine solch vernichtende Kritik einfach unkommentiert im Raum stehen zu lassen, fand ich nicht richtig. Auch wenn ich davon nicht direkt betroffen bin, hat es mich trotzdem geschockt, dass die OZ so einen Rostock-feindlichen Quatsch veröffentlicht und sich dabei auf das Urteil so einer pseudo-professionellen Werbeagentur verlässt.

Ausgehend davon war ich erfreut als intensiver Nutzer der sozialen Netzwerke, meiner Meinung auf seriöse Weise eine Stimme zu verleihen – auf dem Facebook-Profil der Ostseezeitung. Hier habe ich lediglich die Frage in den Raum gestellt, ob sich die Rostocker Wahlplakate denn von einer Werbeagentur zerreißen lassen müssen, die selber keine anständige Werbung auf die Straße bringt – mit dem Link zu den Referenzen dieser Agentur. Dieser Post war leider nach ca. 20 Sekunden wieder von den Facebook-Redakteuren der OZ gelöscht worden. Darauf hin habe ich noch ein weiteres Mal versucht. Wieder gelöscht.

Nun frage ich mich, ob es denn für die Objektivität und Transparenz einer Zeitung spricht einfach öffentliche Kommentare und Meinungen zu löschen. Dieses Unverständnis des Mediums möchte ich einfach nicht unkommentiert im Raum stehen lassen.

Nun versuche ich über andere lokale Medien auf diese Unverschämtheit der OZ aufmerksam zu machen – in der Hoffnung, dass es noch andere Leute hier gibt die sich kritisch mit dem Thema »Online-Transparenz und freie Meinung im Netz« auseinander setzen und das Bedürfnis verspüren das an die Öffentlichkeit zu tragen.

Falls ihr mal darüber schreiben wollt oder eine Diskussion darüber mit initiieren wollt, würde ich das sehr begrüßen.

Streit um Ilja Ehrenburg

Leserbrief an die Ostseezeitung

 

Streit um Ilja Ehrenburg

 

Ich finde es richtig und begrüße es, dass die OZ die Leserbriefe über den Namen dieser Straße veröffentlicht.

Jetzt weiß man endlich wie viele junge Deutsche, die das große Glück hatten diese schreckliche Zeit mit den Nazis , nicht mitzuerleben, und ihr Wissen über das Leid und die brutale Behandlung der Frauen, besonders in der Nachkriegszeit, sehr gering ist.

Wie können gewisse Herren in Rostock sich erlauben, die Junge Union, die wirklich Mut besitzen, um endlich die Wahrheit über diesen deutschen Dichter Ehrenburg ans Licht zu bringen, als Pausenclown im Sommerlochtheater zu beschimpfen. Ich finde, es ist eine Schande was man da von deutschen Männern liest. Diesen Herren möchte ich sagen, dass es zum Glück noch Zeitzeugen gibt, die die Auswirkungen des Aufrufs dieses Dichters am eignen Leibe zu spüren bekamen und heute noch darunter leiden. Ich bin jetzt 84 Jahre und habe in Neukloster (Kreis Wismar) den Einmarsch der Roten Armee und das Kriegsende der Sieger erlebt. Wochenlang waren wir die Beute der Sieger, so wie dieser Dichter das wünschte. Betrunkene Horden fielen über uns her, keiner blieb verschont, ob 13-jährige Mädchen, 7o-jährige Frauen oder schwangere Mütter, die ihre Kinder nachher verloren. Wir versuchten uns in Kellerräume tagelang zu verstecken, ohne Essen die Schreie, die man draußen hörte, kann man nicht beschreiben.

Die Worte eines russ. Offiziers blieben unvergesslich, wir beschwerten uns über die würdelose Behandlung seiner Soldaten. Er sagte: deutscher Dichter ist Schuld an Euer Leiden, ihr seid nun Beute und müsst für die Verbrechen der Nazis leiden, Dichter Ehrenburg und Stalin haben gemeinsam die Soldaten dazu aufgerufen, es tut mir leid, da müsst ihr Euch beschweren.

Ein Dichter Ehrenburg war uns nicht bekannt, aber wir haben alle geweint, weil es ein Deutscher war, der die Russen dazu aufrief, unfassbar! Diese Worte habe ich nie vergessen. Meine Frage ist nun, warum will man diese Leiden an unschuldigen Frauen, man kann es auch als Kriegsverbrechen bezeichnen, in der deutschen Geschichte einfach ausblenden? Ein Grund, die russischen Freunde nicht an ihr Kriegsverbrechen zu erinnern.

Aber kein Grund zu behaupten, dass durch diese Wahrheit, die leider sehr spät kommt, den Neonazis Material für ihre Arbeit in die Hände kommt und die Junge Union dazu als Sprachrohr zu bezeichnen, ist so abwegig und zeigt die Unwissenheit dieser Herren, eine Verhöhnung dieser Opfer von damals.

Herr Ehrenburg hätte sich nach dem Kriege, wo er von den Schandtaten seiner russ. Freunde hörte, bei den deutschen Frauen entschuldigen müssen, auch dann hätte er es nicht verdient, dass eine Straße bei uns seinen Namen erhält.

Ich danke im Namen vieler Leidensgefährten der Jungen Union für die Aufarbeitung der deutschen Geschichte und wünsche diesen jungen Menschen, dass sie nie in solche Lage kommen und weiter viel Erfolg für ihre Arbeit.

 

Ursela Maertin, Rostock

 

 

(Dieser Leserbrief wurde leider bisher nicht veröffentlicht)

Two Faces kommt

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Two Faces Private Club Lounge


Brief an die Bundeskanzlerin

 

Ursela Maertin

W.-Barents-Str.31

18106 Rostock

Rostock, 12.06.10

 

Sehr geehrte Bundeskanzlerin

 

Ich danke Ihnen, dass Sie Sich die Zeit nehmen, trotz Ihrer vielen Arbeit, den Brief einer 83-jährigen Zeitzeugin und ehemaligen DDR-Bürgerin zu lesen.

Ich habe den Krieg, die schreckliche Flucht aus Ostpreußen und das Kriegsende in der SBZ überstehen müssen. Es liegt mir sehr am Herzen, Ihnen zu sagen, dass wir als Vertriebene sehr glücklich waren, als Sie als Ostdeutsche nach der Wende sogar Bundeskanzlerin wurden und wir wünschten Ihnen große Erfolge. Das ist auch alles eingetroffen und Sie sind sehr beliebt, besonders bei den einfachen Menschen.

Nun ist aber etwas vorgefallen, wo Sie besonders die älteren Bürger im Osten schwer enttäuscht haben. Wir haben noch Verständnis dafür, dass Sie als Vertreterin der Deutschen an der großen Feier unserer Sieger in Moskau teilnehmen mussten.

Aber dass Sie solche Worte im Namen aller Deutschen dort verkündeten, um bei den Siegermächten nach 60 Jahren noch zu glänzen, ist für uns die „ewig Gestrigen“ ein Hohn und eine unwürdige Darstellung. Wie kann man sagen, dass alle Deutschen den Russen, besonders der Roten Armee, für die Befreiung 1945 ewig dankbar sein werden.

Wenn ich Ihnen meine grausamen Erlebnisse bei der Befreiung am Kriegsende und in der Nachkriegszeit mit den Siegersoldaten berichte, möchte ich nachher Ihre Meinung hören. Sicher werden Sie froh sein, dass Sie in dieser Zeit nicht leben mußten.

Ich war 18 Jahre als der Krieg zu Ende war und wohnte in einer Kleinstadt im Kreis Wismar. Als wir am Abend hörten, dass die Engländer schon in Wismar waren, gab es bei uns Hoffnung, die englischen Truppen sind bald bei uns und wir werden nicht den Horden der Russen in die Hände fallen. Es gab schon furchtbare Berichte darüber. Aber wir hatten uns alle getäuscht, der Engländer kam nicht mehr weiter, die Russen sollten jetzt alles übernehmen und die Überraschung kam über Nacht. Am nächsten Morgen sah man russische Panzer und die Stadt war voller russischer Soldaten, sicher kamen sie nicht mehr weiter. Es staute sich alles im Wald und in den Dörfern. Wir haben uns in den Wohnungen versteckt, wir ahnten Furchtbares. Der Nachschub bestand hauptsächlich aus Mongolen. Es wurde nun allen klar, dass sie die Sieger waren und nun kam auch am Abend die Siegerstimmung auf. Die Jagd ging los, es wurde überall eingebrochen und nach Alkohol und Frauen gesucht. Man hörte schreckliche Schreie aus den Häusern, die alten Männer, die helfen wollten, wurden mit dem Gewehr auf die Straße getrieben. Wir waren 3 junge Mädchen und haben uns auf dem Dachboden versteckt, wurden aber gefunden. Man kann es nicht beschreiben, ein Mädchen war erst 15 Jahre, es waren betrunkene, stinkende Bestien, die mit Schlägen versuchten alles zu erreichen. Ich wollte durch das Dachfenster springen, wäre dann sicher auch nicht mehr am Leben. Aber ein Verbrecher hat mich dann wieder mit Schlägen zurückgeholt.

Diese grausame Vorstellung hatte erst ein Ende als diese Volltrunkenen müde umfielen und einschliefen. Wir haben das dann genutzt und sind geflüchtet, haben versucht diesen Schmutz und den Gestank abzuwaschen. Das war die 1. Nacht, es war uns nun klar, dass wir die Beute der Sieger sind und wir sichere Verstecke suchen müssen, aber wir wurden oft gefunden. Es ging nun über Tage und einigen Wochen. Man kann einfach nicht alle Grausamkeiten beschreiben. Das Leben war in der Zeit nicht mehr lebenswert, oft kamen da schon Selbstmordgedanken auf. Wir haben es trotzdem geschafft, diese unwürdige und rechtlose Behandlung unserer Sieger zu überstehen.

Wie gerne hätten wir es gewünscht, dass uns damals die Engländer von den Horden der Roten Armee befreien. Dafür hätten wir uns sicher bedankt und sie wären dann für uns auch die Befreier gewesen. Eine Befreiung der Deutschen vom Faschismus kann doch nicht bedeuten, unschuldige Menschen dann als Freiwild und völlig rechtlos zu erklären – nein es ist eine Verletzung der Menschenrechte, die damals passiert ist. Wann wird man endlich in Deutschland darüber reden. Warum haben besonders die ostdeutschen Frauen die Kriegsschuld bezahlen müssen, viele wurden sogar nach Russland deportiert, mussten im Bergwerk arbeiten, kamen krank wieder und erhielten in der DDR nie eine Wiedergutmachung, so wie alle Zwangsarbeiter im Ausland sie erhielten.

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, ich schreibe im Namen vieler Leidensgefährten, die sich schriftlich nicht mehr äußern können, aber entsetzt sind über Ihre Worte in Moskau. Ich bitte Sie auch einmal daran zu denken, dass wir in der DDR über unser schweres Schicksal, die Flucht und den Akt mit unseren „Befreiern“ nicht reden durften.

Wir haben leider den Eindruck, dass viele Politiker auch jetzt im freien Deutschland dieses Thema ausblenden. Es sind leider immer die ewig „Gestrigen“, die über Dinge berichten, die viele lieber verschweigen. Das ist in keinem anderen Land so. Ich habe selbst schon Artikel über viele schlimme Ereignisse geschrieben und sie werden auch von jungen Menschen gelesen.

 

Ich hoffe auf Ihr Verständnis für meine kritische Berichterstattung und bedanke mich sehr herzlich, dass Sie sich die Zeit nahmen alles zu lesen. Für die Lösung der großen schwierigen Aufgaben in dieser Krisenzeit wünschen wir Ihnen viel Kraft und gute Gesundheit, damit Sie noch recht lange unserem Land erhalten bleiben. Über eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Ursela Maertin       

Merkels Kabinett gönnt sich mehr Gehalt – ganz heimlich!

 Merkels Kabinett gönnt sich mehr Gehalt – ganz heimlich! 

In dem Kölner Express wurde am 7.5.2010 über die geplante Gehaltserhöhung für alle Mitglieder des schwarz-gelben Kabinetts berichtet und das wohl völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit. Die Planung über die öhe der BeträgErhöEEEE       Erhöhung der Beträge wurde im Express genau aufgeführt. Es würde sogar rückwirkend ab Januar 2010 gezahlt werden. Da ist man doch als normaler Bürger einfach sprachlos. Vielleicht sind es auch die   Medien,  die doch sonst sehr massiv und gerne über solche Themen berichten. Vielleicht gibt es auch den Hinweis, dass dieses heimlich zu behandeln ist.Es kann doch nicht wahr sein, dass die Bundesregierung  gerade jetzt, wo täglich über Krisen und sparen geredet wird, einfach einigen Politikern ihre schon jetzt so hohen Gehälter nach  7 Monaten erhöht.   Von Herrn Westerwelle hätte man nichts anderes erwartet, aber von Frau Merkel werden besonders die Ostdeutschen sehr enttäuscht sein. Was erwartet die Frau eigentlich von den Menschen, die sich ständig mit Hungerlöhnen zufrieden geben müssen. Hat sie vergessen, dass unter der Regierung Schröder, schon auf die Anpassung  verzichtet wurde, wo es noch nicht solche Krisen gab.Ja, Frau Merkel sehr feinfühlig ist das im Moment nicht, für das Volk ein Sparpaket zu verordnen und Politikern die Gehälter zu erhöhen.  

U. Maertin, Rostock

Mein Heimatdorf – Karkeln am Kurischen Haff

Karkeln war ein kleines sehr idyllisch gelegenes Fischerdorf mit ca. 9OO Einwohnern. Durch das Dorf floss der Karkelstrom und mündete im Kurischen Haff.

An beiden Seiten des Stroms standen schmucke, farbenfroh gestrichene Holzhäuser mit weißen Fensterläden und sehr gepflegten Vorgärten. Man nannte das Dorf auch das „Kurische Venedig“. Die Gemeinde Karkeln wurde zum Musterdorf gewählt und die Einwohner bemühten sich, das Niveau zu erhalten. Im Dorf gab es eine Schule, eine Kirche und einen Bahnhof, es war die Endstation der Kleinbahn. Die Einwohner des Dorfes waren überwiegend Fischer, Landwirte, Geschäftsleute, Handwerker und Arbeiter. Im Sommer war das Dorf ein beliebter Ausflugsort. Zwei mal täglich fuhr ein Raddampfer über das Haff zur Kurischen Nehrung, Rossitten oder Nidden. Vom Strom aus sah man die Dünen der Nehrung, ein wunderbarer Anblick. Die Gäste kamen täglich mit der Kleinbahn, sie fuhren mit dem Dampfer und kamen abends wieder zurück. Im Dorf gab es viele Möglichkeiten zur Erholung. Man konnte mit dem Motorboot oder mit einem Handkahn zur Badeinsel, genannt „der Weinberg“, gelangen, um dort im Haff zu baden. Es gab auch einen Aussichtsturm, von dem man bis zur Kurischen Nehrung sehen konnte. Im Dorf selbst wurde den Gästen viel Unterhaltung und Abwechselung geboten. Segeltouren auf dem Haff und am Abend eine Mondscheinfahrt mit Musik waren sehr romantisch. Des Weiteren wurden Ausflüge organisiert, bei denen man in den weiten Erlenwäldern oft Elche aus der Nähe beobachten konnte. Ebenso war ein Spaziergang auf der Dorfstraße schon interessant und erholsam, denn am Ufer des Stromes, wo die Fischerkähne ankerten, sah man auf Stangen aufgezogene Fischernetze und man konnte oft ältere Fischer beim Netze flicken beobachten. Foto: Bauer mit Heuwagen auf der Dorffähre.Bauer mit Heuwagen auf der Dorffähre

Die Verbindung zwischen den Häuserreihen über den Strom bestand durch eine Fähre, die auch Pferdewagen und Autos beförderte. Ein Fährmann bediente die Fähre mit Handbetrieb an Seilen, was bei Sturm sehr schwierig war. (siehe Foto). Da die

Winter bei uns sehr streng waren, gab es zu Beginn der Eisperiode Schwierigkeiten beim Verkehr zur anderen Seite, weil die Verbindung nur auf dem Wasserweg bestand. Die eine Seite war günstiger dran, hier gab es die Bahnstation, die Schule, den Bürgermeister, das Standesamt und auch die meisten Einkaufsmöglichkeiten. Meine Eltern hatten zum Glück auch ihren Wohnsitz auf der günstigen Seite. Während des Schaktarps, so nannte man die Zeit, wo das Eis noch nicht so fest war, dass man ohne Gefahr den Strom überqueren konnte, hatten die Kinder auf der anderen Seite immer schulfrei, worüber sie sich sehr freuten. Wir aber mussten in die Schule gehen. Bei den starken Minusgraden dauerte es aber nicht lange und das Eis hielt. Nach einigen Tagen strengen Frostes war auch das Kurische Haff so fest zugefroren, dass die Fischer mit dem Schlitten oder mit den Eisbooten zum Fischfang unterwegs waren.

Die Wintertage, die ja damals recht lange dauerten, waren für uns Kinder sehr erlebnisreich. Wir liefen Schlittschuh, gingen rodeln oder fuhren auch mal mit dem Vater das Heu von den Wiesen holen. Das geschah dann mit dem Pferdeschlitten, vor allem von den Wasserwiesen, die im Sommer nur mit dem Kahn zu erreichen waren. Die Heuernte auf diesen Wiesen, die auch Lynkerort genannt wurde, war sehr erschwert, wurde daher auch nur einmal im Sommer vorgenommen. Das Heu hatte eine besonders gute Qualität und war sehr gefragt. Mein Vater besaß dort auch eine größere Fläche, die viel Vorbereitung erforderte. Alle Erntegeräte, die man brauchte, mussten mit einem Fischerkahn transportiert werden. Mein Vater, Bruder und alle Helfer mussten für diese Zeit auf den Wiesen wohnen bleiben. Ein primitives Zelt wurde aufgebaut, wo man schlafen und sich bei Regen aufhalten konnte. Für Essen und Trinken wurde reichlich vorgesorgt. Einmal am Tag wurde von meiner Mutter mit dem Handkahn eine warme Mahlzeit zu den Wiesen geschafft. Meistens war es Eintopf, der in Decken warm gehalten wurde (siehe Foto).image009.jpg

 

Der Transport der Pferde, die auch sehr wichtig waren, war schwierig. Die ruhigen, älteren Pferde konnte man im Fischerkahn rüberbringen. Einige mussten aber durch den Wald zu einem Fluss geritten werden. Dort wurden sie dann in das Wasser getrieben und auf der anderen Seite mit der Leine wieder an Land geholt. Da die Pferde das schon kannten, verlief alles schnell und unkompliziert.

Für uns Kinder war es immer ein besonderes Erlebnis. Weil die Heuernte in der Ferienzeit war, konnten wir auch so lange auf den Wiesen bleiben. Wir fanden es toll, auf dem frischen Heu mit Decken zu schlafen. Ich denke noch sehr oft daran, wie wir mit den Pferden die kleinen Heuhaufen zu einer bestimmten Stelle schleppen mussten, wo sie zu großen Haufen aufgestapelt wurden.

Wir saßen dann natürlich auf dem Rücken des Pferdes und mussten lenken, was uns immer großen Spaß machte. Das Reiten ohne Sattel war für uns selbstverständlich, wir saßen sehr sicher auf dem Rücken des Pferdes. Die Pferde kannten uns und gingen auch nie durch.

Im Winter wurden die großen Heuhaufen mit dem Pferdeschlitten über das Eis nach Hause geschafft.

An ein besonderes Erlebnis in unserem Dorf kann ich mich gut erinnern. Die Außenaufnahmen für den bekannten Film „Die Reise nach Tilsit“ mit Christina Söderbaum, H. George wurden auf dem Karkelstrom und auf dem Haff gedreht. Wir konnten die Schauspieler bei ihren Dreharbeiten ganz nahe beobachten.

Die Menschen im Dorf lebten eigentlich zufrieden und glücklich. Auch wenn die Arbeit der Fischer hart und bei Wind und Wetter sehr mühevoll war, wünschte sich keiner ein anderes Leben bis zum Beginn des Krieges. Damit begannen, die Leidenszeit und das Ende für alle Menschen im Dorf. Die meisten jüngeren Männer sind gefallen. Mein Bruder und viele andere verloren ihr Leben schon mit 19 und 20 Jahren, sie hatten nichts von ihrer schönen Jugendzeit. Sicher hätten sich viele auch ein anderes Leben gewünscht, aber es hatte keinen Einfluss darauf. Eine Verweigerung der Wehrpflicht bedeutete oft das Todesurteil.

Für alle anderen Dorfbewohner war der Räumungsbefehl 1944 das Ende und die Trennung von Haus und Hof.

Ursela Maertin geb. Weiß aus Karkeln / Ostpreußen Jetzt 18106 Rostock, Willem Barents Str. 31

Tel. 0381 1206677

 


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Urteil des Oberlandesgerichtes Rostock: Selbstgefährdung im Auto

Das Telefonieren im Auto ist nur erlaubt, wenn man beide Hände am Steuer hat. Massive Probleme bekommt der Autofahrer allerdings nur dann, wenn es zu einem Unfall kommt. Dann erlischt in der Regel der Versicherungsschutz. Nach einem Urteil des Oberlandensgerichts in Rostock ging ein Fahrer zu Recht ohne Schadenersatz von der Versicherung aus, weil ihm eine Straßenkarte von den Knien in den Fußraum rutschte und der Fahrer in der Folge beim Fischen nach der Straßenkarte einen Unfall verursachte. Dies sollte insbesondere bei der Benutzung des Handys beherzigt werden. Das Telefonieren ist nur dann erlaubt, wenn die Hände am Steuer bleiben.

summercard

Hi, ich habe letzte Tage die ersten Teilnehmer der „summercard“ Aktion mit einer Stretchlimousine zur Disko gefahren. Mich interessiert wer von den Rostockern schon etwas über die „summercard“ gehört hat?! Ich komme nicht aus dem Norden muß Euch aber ein echt großes Kompliment aussprechen tolle Leute und tolle Gegend echt schön bei Euch. Gruß

Fs

Raucherentwöhnung

 Ich war bei Herrn Abel zur Raucherentwöhnung.Es gelang ihm nicht,mich ins Unterbewustsein zu bekommen.Nach 3 Stunden und 80 Euro weniger in der Tasche durfte ich gehen.Ich rauche nach wie vor.

Ich habe darafhin noch 2 E-Mails gesendet,aber ohne Reaktion !

Schade !

Hallo,Her Abel

Nachdem ich nun zu Hause bei Nachbarn und auf der Arbeit bei Kollegen Bericht „erstattete“ und sagte,dass es bei mir nicht klappte und Sie mir dann noch volle 80€ abnahmen,waren alle sehr erbost.
Es gab mehrere die zu Ihnen kommen wollten,(nicht nur Raucherentwöhnung)aber als sie dieses von mir hörten,kommt nicht einer mehr !
Wenn Sie mir vieleicht die Hälfte abgenommen hätten,wäre es ok.,aber so ??
Sie müssten jeden aufklären,bei nicht gelingen,auch volles Geld !

Mit freundlichen Grüssen

Micha

Nur noch 3 Monate

und 9 Tage dann ist es so weit, der German King Cup beginnt. Am 10.11.2007 in der Stadthalle Rostock.

Es werden die derzeit besten Kämpfer Deutschlands in der Gewichtsklasse bis 80 kg, im K1-Stil, den 1. German King Cup bestreiten. Hierzu lädt der Lokalmatador Rene Litschko die 7 besten Kämpfer Deutschlands zu uns nach Rostock ein. Die erwarteten Turnier-Teilnehmer sind ausschließlich nur Deutsche-, Europa- und Weltmeister. Weiterhin präsentieren wir den Schwergewichtsstar Karl Glischinski in einem Profi-Fight nach K1-Rules. Der Rostocker Alex Czerwinski (Sumo-Alex) wird an diesem Abend seinen Abschiedskampf von der aktiven Sportszene geben. Weiterhin wird in dieser Nacht der Rostocker Uwe Menzzer um die Europameisterschaft in den Ring steigen. Weiteres Highlight ist die erste Profi-Weltmeisterschaft in Rostock im Thaiboxen. Es erwartet uns eine noch nicht da gewesene Veranstaltung für unsere Stadt.


Link: sevenload.com

Hypnose in Rostock

Nicht jeder vertraut der Hypnose, denn Sie ist ja auch nicht ganz billig.
Ich habe es versucht, da ich unter starken Ängsten leide.
Eines vorweg, wenn man der Hypnose nicht vertraut und skeptisch gegenübersteht, wird es schwieriger.
Habe es mit einer Tagessitzung in der ich auch Selbsthypnose gelernt habe probiert.
Nach einiger Zeit habe ich, ob wohl sehr viel Selbstdisziplin erforderlich ist, meine Ängste in den Griff zu bekommen.
Nach diesem Erfolg könnte ich eigentlich auch eine Raucherentwöhnung testen, aber ich glaube ich bin noch nicht bereit dazu.
Im Internet zu finden unter http://www.hypnose-rostock.de/

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Günstige Wohnlage ?

Immer mehr rote Schilder zu sehen in Rostock Schmarl, ich Ag’s kommen und gehen. Kein Wunder in dieser armen Wohngegend sind keine guten Geschäfte zu machen, selbst die großen Aldi und Lidel haben sich verzogen. Aber wir haben ja bis jetzt noch Netto und Norma. Aber wenn man eine Wohnung mietet heißt es immer noch  günstige Wohnlage, habe sie bis jetzt aber noch nicht gefunden.

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Schnäppchen ?

Habe bei Ebay, für lächerliche 20 Cent einen 1GB USB-Stick ersteigert. Der funktioniert bloß nicht richtig habe schon mal aufgemacht und reingeschaut. Leider bin ich mit der Technik nicht so bewandert, kann daher keinen Fehler feststellen.

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Total Geil

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• Es waren einmal …

… sechs ausgekochte Schlitzohren. Die zogen hinaus in die weite Welt, um mit viel Charme, Witz und jeder Menge Musik im Urin gegen alle singenden Discos und Playback-Starlets dieses Universums anzutreten.

Kein Werk war ihnen zu heilig und kein Gag zu durchtrieben. Ihr Name ist Programm…

• Total Geil …

… ist wirklich alles andere, als nur eine gewöhnliche Top40 Coverband von der Stange. Vielmehr steht ihr Konzept für Comedy und erstklassiges Entertainment, verpackt in den großartigsten Hits der letzten Jahrzehnte.

• Mit viel Liebe …

… zum Detail und einer bemerkenswerten Bandbreite verschmelzen hier musikalische Welten: Udo Jürgens meets Gwen Stefanie, Michael Jackson flirtet mit Chestney Hawks und Joe Cocker trifft auf Pur.

• Frische Arrangements …

… und moderne Sounds erwecken selbst eingestaubte Kult-Nummern zu neuem Leben. Mit einem Augenzwinkern entstehen dabei echte Unikate, die ihrem Original an Authentität nichts nachstehen.

• Das Line-Up …

… der Band kann sich sehen und vor allem hören lassen: Alle Musiker haben vormals jahrelang in populären Bands bzw. an großen Medienproduktionen mitgewirkt.

• Nach dem konsequenten Schritt …

… zum außergewöhnlichen Cover, haben sich die sechs Caballeros schnell den Ruf eines kompakten Live-Acts erspielt, der sowohl Jung als auch Alt musikalisch vereint.

TOTAL GEIL ist ein Riesenspaß für alle, die gern mehr von einem Konzert erwarten. Weitere Infos im aktuellen Press Kit !

Der Web-Tipp !

Auch

Emil ist einer von uns, bin ganz traurig das er nicht aus Rostock kommt. Rostock braucht kreative Menschen, so wie Emil. Ich würde Emil zum Oberbürgermeister vorschlagen, denn schlimmer als unser alter (Pöcker oder auch Arsch genannt) kann Emil doch auch nicht sein.

Interessantes für den Flashprogrammierer !

bitfotmaker.gif
Jeder der schon mal mit Flash gearbeitet hat, weiß dass mit Vector Fonts die Lesbarkeit bei kleinen Schriftgrößen stark nachlässt. Das geht dann nur mit Pixelfonts, die auch kostenlos, im Internet zu finden sind, aber manchmal nur mäßige Qualität haben. Wer sich nicht gleich einen Pixelfont kaufen will,  kann sich ja mal auf dieser Seite ausprobieren.

Mit freundlichen Grüßen zweistein.tv

zum Link auf das Bild klicken !

Karkeln

Erinnerungen an unseren ehemaligen Bürgermeister M. Mainus in Karkeln.

Unser letzter Bürgermeister
karkeln.gifwar sehr lange auf diesem Gebiet tätig. Alle wichtigen Ämter in der Gemeinde hat er verwaltet, z.B. die Raiff-eisenkasse und das Standesamt, was er alles perfekt beherrschte. Außerdem hatte er immer ein Ohr für seine Dorfbewohner und wusste auch über die Entstehung des Dorfes und seinen Namen gut bescheid. Da ich als Kind großes Interesse für die Arbeit im Gemeindebüro hatte, konnte ich nach meiner Schulentlassung als Bürolehrling dort anfangen. Es war zu Beginn des 2. Weltkrieges Weiterlesen