Kategorie-Archiv: Politik

Unverschämtheit der OZ

Hallo liebe Rostocker,

kurz zur Vorgeschichte:
In der gestrigen Ausgabe der Ostseezeitung war ein Artikel zu finden, in dem sich eine Berliner Werbeagentur so richtig schön über die Rostocker OB-Wahlplakate auslässt. In dem Artikel heißt es u.a., dass diese Branchen-Profis die Plakate unter branchenrelevanten Kriterien geprüft haben. Hier der Link zu dem Artikel: http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=3348639 …leider sind hier die Kritiken nicht direkt zu lesen. Diese sind nur in der Printausgabe zu finden.

Es wurden jedenfalls alle Plakate die auf Rostocks Straßen zu sehen sind, komplett zerlegt und zerhackt. An sich halb so wild – da die meisten wirklich nicht so ganz gelungen sind. Da ich als freier Grafiker ein Grundinteresse an dem Thema Gestaltung/Werbung habe, habe ich mir die Website dieser scheinbar übermächtigen Berliner Werbeagentur angesehen. Die Referenzen die ihr Portfolio schmücken, sind wirklich unter aller Kanone. Und von Leuten, die ihr Handwerk scheinbar selber nicht verstanden zu haben scheinen, eine solch vernichtende Kritik einfach unkommentiert im Raum stehen zu lassen, fand ich nicht richtig. Auch wenn ich davon nicht direkt betroffen bin, hat es mich trotzdem geschockt, dass die OZ so einen Rostock-feindlichen Quatsch veröffentlicht und sich dabei auf das Urteil so einer pseudo-professionellen Werbeagentur verlässt.

Ausgehend davon war ich erfreut als intensiver Nutzer der sozialen Netzwerke, meiner Meinung auf seriöse Weise eine Stimme zu verleihen – auf dem Facebook-Profil der Ostseezeitung. Hier habe ich lediglich die Frage in den Raum gestellt, ob sich die Rostocker Wahlplakate denn von einer Werbeagentur zerreißen lassen müssen, die selber keine anständige Werbung auf die Straße bringt – mit dem Link zu den Referenzen dieser Agentur. Dieser Post war leider nach ca. 20 Sekunden wieder von den Facebook-Redakteuren der OZ gelöscht worden. Darauf hin habe ich noch ein weiteres Mal versucht. Wieder gelöscht.

Nun frage ich mich, ob es denn für die Objektivität und Transparenz einer Zeitung spricht einfach öffentliche Kommentare und Meinungen zu löschen. Dieses Unverständnis des Mediums möchte ich einfach nicht unkommentiert im Raum stehen lassen.

Nun versuche ich über andere lokale Medien auf diese Unverschämtheit der OZ aufmerksam zu machen – in der Hoffnung, dass es noch andere Leute hier gibt die sich kritisch mit dem Thema »Online-Transparenz und freie Meinung im Netz« auseinander setzen und das Bedürfnis verspüren das an die Öffentlichkeit zu tragen.

Falls ihr mal darüber schreiben wollt oder eine Diskussion darüber mit initiieren wollt, würde ich das sehr begrüßen.

Streit um Ilja Ehrenburg

Leserbrief an die Ostseezeitung

 

Streit um Ilja Ehrenburg

 

Ich finde es richtig und begrüße es, dass die OZ die Leserbriefe über den Namen dieser Straße veröffentlicht.

Jetzt weiß man endlich wie viele junge Deutsche, die das große Glück hatten diese schreckliche Zeit mit den Nazis , nicht mitzuerleben, und ihr Wissen über das Leid und die brutale Behandlung der Frauen, besonders in der Nachkriegszeit, sehr gering ist.

Wie können gewisse Herren in Rostock sich erlauben, die Junge Union, die wirklich Mut besitzen, um endlich die Wahrheit über diesen deutschen Dichter Ehrenburg ans Licht zu bringen, als Pausenclown im Sommerlochtheater zu beschimpfen. Ich finde, es ist eine Schande was man da von deutschen Männern liest. Diesen Herren möchte ich sagen, dass es zum Glück noch Zeitzeugen gibt, die die Auswirkungen des Aufrufs dieses Dichters am eignen Leibe zu spüren bekamen und heute noch darunter leiden. Ich bin jetzt 84 Jahre und habe in Neukloster (Kreis Wismar) den Einmarsch der Roten Armee und das Kriegsende der Sieger erlebt. Wochenlang waren wir die Beute der Sieger, so wie dieser Dichter das wünschte. Betrunkene Horden fielen über uns her, keiner blieb verschont, ob 13-jährige Mädchen, 7o-jährige Frauen oder schwangere Mütter, die ihre Kinder nachher verloren. Wir versuchten uns in Kellerräume tagelang zu verstecken, ohne Essen die Schreie, die man draußen hörte, kann man nicht beschreiben.

Die Worte eines russ. Offiziers blieben unvergesslich, wir beschwerten uns über die würdelose Behandlung seiner Soldaten. Er sagte: deutscher Dichter ist Schuld an Euer Leiden, ihr seid nun Beute und müsst für die Verbrechen der Nazis leiden, Dichter Ehrenburg und Stalin haben gemeinsam die Soldaten dazu aufgerufen, es tut mir leid, da müsst ihr Euch beschweren.

Ein Dichter Ehrenburg war uns nicht bekannt, aber wir haben alle geweint, weil es ein Deutscher war, der die Russen dazu aufrief, unfassbar! Diese Worte habe ich nie vergessen. Meine Frage ist nun, warum will man diese Leiden an unschuldigen Frauen, man kann es auch als Kriegsverbrechen bezeichnen, in der deutschen Geschichte einfach ausblenden? Ein Grund, die russischen Freunde nicht an ihr Kriegsverbrechen zu erinnern.

Aber kein Grund zu behaupten, dass durch diese Wahrheit, die leider sehr spät kommt, den Neonazis Material für ihre Arbeit in die Hände kommt und die Junge Union dazu als Sprachrohr zu bezeichnen, ist so abwegig und zeigt die Unwissenheit dieser Herren, eine Verhöhnung dieser Opfer von damals.

Herr Ehrenburg hätte sich nach dem Kriege, wo er von den Schandtaten seiner russ. Freunde hörte, bei den deutschen Frauen entschuldigen müssen, auch dann hätte er es nicht verdient, dass eine Straße bei uns seinen Namen erhält.

Ich danke im Namen vieler Leidensgefährten der Jungen Union für die Aufarbeitung der deutschen Geschichte und wünsche diesen jungen Menschen, dass sie nie in solche Lage kommen und weiter viel Erfolg für ihre Arbeit.

 

Ursela Maertin, Rostock

 

 

(Dieser Leserbrief wurde leider bisher nicht veröffentlicht)

Brief an die Bundeskanzlerin

 

Ursela Maertin

W.-Barents-Str.31

18106 Rostock

Rostock, 12.06.10

 

Sehr geehrte Bundeskanzlerin

 

Ich danke Ihnen, dass Sie Sich die Zeit nehmen, trotz Ihrer vielen Arbeit, den Brief einer 83-jährigen Zeitzeugin und ehemaligen DDR-Bürgerin zu lesen.

Ich habe den Krieg, die schreckliche Flucht aus Ostpreußen und das Kriegsende in der SBZ überstehen müssen. Es liegt mir sehr am Herzen, Ihnen zu sagen, dass wir als Vertriebene sehr glücklich waren, als Sie als Ostdeutsche nach der Wende sogar Bundeskanzlerin wurden und wir wünschten Ihnen große Erfolge. Das ist auch alles eingetroffen und Sie sind sehr beliebt, besonders bei den einfachen Menschen.

Nun ist aber etwas vorgefallen, wo Sie besonders die älteren Bürger im Osten schwer enttäuscht haben. Wir haben noch Verständnis dafür, dass Sie als Vertreterin der Deutschen an der großen Feier unserer Sieger in Moskau teilnehmen mussten.

Aber dass Sie solche Worte im Namen aller Deutschen dort verkündeten, um bei den Siegermächten nach 60 Jahren noch zu glänzen, ist für uns die „ewig Gestrigen“ ein Hohn und eine unwürdige Darstellung. Wie kann man sagen, dass alle Deutschen den Russen, besonders der Roten Armee, für die Befreiung 1945 ewig dankbar sein werden.

Wenn ich Ihnen meine grausamen Erlebnisse bei der Befreiung am Kriegsende und in der Nachkriegszeit mit den Siegersoldaten berichte, möchte ich nachher Ihre Meinung hören. Sicher werden Sie froh sein, dass Sie in dieser Zeit nicht leben mußten.

Ich war 18 Jahre als der Krieg zu Ende war und wohnte in einer Kleinstadt im Kreis Wismar. Als wir am Abend hörten, dass die Engländer schon in Wismar waren, gab es bei uns Hoffnung, die englischen Truppen sind bald bei uns und wir werden nicht den Horden der Russen in die Hände fallen. Es gab schon furchtbare Berichte darüber. Aber wir hatten uns alle getäuscht, der Engländer kam nicht mehr weiter, die Russen sollten jetzt alles übernehmen und die Überraschung kam über Nacht. Am nächsten Morgen sah man russische Panzer und die Stadt war voller russischer Soldaten, sicher kamen sie nicht mehr weiter. Es staute sich alles im Wald und in den Dörfern. Wir haben uns in den Wohnungen versteckt, wir ahnten Furchtbares. Der Nachschub bestand hauptsächlich aus Mongolen. Es wurde nun allen klar, dass sie die Sieger waren und nun kam auch am Abend die Siegerstimmung auf. Die Jagd ging los, es wurde überall eingebrochen und nach Alkohol und Frauen gesucht. Man hörte schreckliche Schreie aus den Häusern, die alten Männer, die helfen wollten, wurden mit dem Gewehr auf die Straße getrieben. Wir waren 3 junge Mädchen und haben uns auf dem Dachboden versteckt, wurden aber gefunden. Man kann es nicht beschreiben, ein Mädchen war erst 15 Jahre, es waren betrunkene, stinkende Bestien, die mit Schlägen versuchten alles zu erreichen. Ich wollte durch das Dachfenster springen, wäre dann sicher auch nicht mehr am Leben. Aber ein Verbrecher hat mich dann wieder mit Schlägen zurückgeholt.

Diese grausame Vorstellung hatte erst ein Ende als diese Volltrunkenen müde umfielen und einschliefen. Wir haben das dann genutzt und sind geflüchtet, haben versucht diesen Schmutz und den Gestank abzuwaschen. Das war die 1. Nacht, es war uns nun klar, dass wir die Beute der Sieger sind und wir sichere Verstecke suchen müssen, aber wir wurden oft gefunden. Es ging nun über Tage und einigen Wochen. Man kann einfach nicht alle Grausamkeiten beschreiben. Das Leben war in der Zeit nicht mehr lebenswert, oft kamen da schon Selbstmordgedanken auf. Wir haben es trotzdem geschafft, diese unwürdige und rechtlose Behandlung unserer Sieger zu überstehen.

Wie gerne hätten wir es gewünscht, dass uns damals die Engländer von den Horden der Roten Armee befreien. Dafür hätten wir uns sicher bedankt und sie wären dann für uns auch die Befreier gewesen. Eine Befreiung der Deutschen vom Faschismus kann doch nicht bedeuten, unschuldige Menschen dann als Freiwild und völlig rechtlos zu erklären – nein es ist eine Verletzung der Menschenrechte, die damals passiert ist. Wann wird man endlich in Deutschland darüber reden. Warum haben besonders die ostdeutschen Frauen die Kriegsschuld bezahlen müssen, viele wurden sogar nach Russland deportiert, mussten im Bergwerk arbeiten, kamen krank wieder und erhielten in der DDR nie eine Wiedergutmachung, so wie alle Zwangsarbeiter im Ausland sie erhielten.

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, ich schreibe im Namen vieler Leidensgefährten, die sich schriftlich nicht mehr äußern können, aber entsetzt sind über Ihre Worte in Moskau. Ich bitte Sie auch einmal daran zu denken, dass wir in der DDR über unser schweres Schicksal, die Flucht und den Akt mit unseren „Befreiern“ nicht reden durften.

Wir haben leider den Eindruck, dass viele Politiker auch jetzt im freien Deutschland dieses Thema ausblenden. Es sind leider immer die ewig „Gestrigen“, die über Dinge berichten, die viele lieber verschweigen. Das ist in keinem anderen Land so. Ich habe selbst schon Artikel über viele schlimme Ereignisse geschrieben und sie werden auch von jungen Menschen gelesen.

 

Ich hoffe auf Ihr Verständnis für meine kritische Berichterstattung und bedanke mich sehr herzlich, dass Sie sich die Zeit nahmen alles zu lesen. Für die Lösung der großen schwierigen Aufgaben in dieser Krisenzeit wünschen wir Ihnen viel Kraft und gute Gesundheit, damit Sie noch recht lange unserem Land erhalten bleiben. Über eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Ursela Maertin       

Merkels Kabinett gönnt sich mehr Gehalt – ganz heimlich!

 Merkels Kabinett gönnt sich mehr Gehalt – ganz heimlich! 

In dem Kölner Express wurde am 7.5.2010 über die geplante Gehaltserhöhung für alle Mitglieder des schwarz-gelben Kabinetts berichtet und das wohl völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit. Die Planung über die öhe der BeträgErhöEEEE       Erhöhung der Beträge wurde im Express genau aufgeführt. Es würde sogar rückwirkend ab Januar 2010 gezahlt werden. Da ist man doch als normaler Bürger einfach sprachlos. Vielleicht sind es auch die   Medien,  die doch sonst sehr massiv und gerne über solche Themen berichten. Vielleicht gibt es auch den Hinweis, dass dieses heimlich zu behandeln ist.Es kann doch nicht wahr sein, dass die Bundesregierung  gerade jetzt, wo täglich über Krisen und sparen geredet wird, einfach einigen Politikern ihre schon jetzt so hohen Gehälter nach  7 Monaten erhöht.   Von Herrn Westerwelle hätte man nichts anderes erwartet, aber von Frau Merkel werden besonders die Ostdeutschen sehr enttäuscht sein. Was erwartet die Frau eigentlich von den Menschen, die sich ständig mit Hungerlöhnen zufrieden geben müssen. Hat sie vergessen, dass unter der Regierung Schröder, schon auf die Anpassung  verzichtet wurde, wo es noch nicht solche Krisen gab.Ja, Frau Merkel sehr feinfühlig ist das im Moment nicht, für das Volk ein Sparpaket zu verordnen und Politikern die Gehälter zu erhöhen.  

U. Maertin, Rostock

Mein Heimatdorf – Karkeln am Kurischen Haff

Karkeln war ein kleines sehr idyllisch gelegenes Fischerdorf mit ca. 9OO Einwohnern. Durch das Dorf floss der Karkelstrom und mündete im Kurischen Haff.

An beiden Seiten des Stroms standen schmucke, farbenfroh gestrichene Holzhäuser mit weißen Fensterläden und sehr gepflegten Vorgärten. Man nannte das Dorf auch das „Kurische Venedig“. Die Gemeinde Karkeln wurde zum Musterdorf gewählt und die Einwohner bemühten sich, das Niveau zu erhalten. Im Dorf gab es eine Schule, eine Kirche und einen Bahnhof, es war die Endstation der Kleinbahn. Die Einwohner des Dorfes waren überwiegend Fischer, Landwirte, Geschäftsleute, Handwerker und Arbeiter. Im Sommer war das Dorf ein beliebter Ausflugsort. Zwei mal täglich fuhr ein Raddampfer über das Haff zur Kurischen Nehrung, Rossitten oder Nidden. Vom Strom aus sah man die Dünen der Nehrung, ein wunderbarer Anblick. Die Gäste kamen täglich mit der Kleinbahn, sie fuhren mit dem Dampfer und kamen abends wieder zurück. Im Dorf gab es viele Möglichkeiten zur Erholung. Man konnte mit dem Motorboot oder mit einem Handkahn zur Badeinsel, genannt „der Weinberg“, gelangen, um dort im Haff zu baden. Es gab auch einen Aussichtsturm, von dem man bis zur Kurischen Nehrung sehen konnte. Im Dorf selbst wurde den Gästen viel Unterhaltung und Abwechselung geboten. Segeltouren auf dem Haff und am Abend eine Mondscheinfahrt mit Musik waren sehr romantisch. Des Weiteren wurden Ausflüge organisiert, bei denen man in den weiten Erlenwäldern oft Elche aus der Nähe beobachten konnte. Ebenso war ein Spaziergang auf der Dorfstraße schon interessant und erholsam, denn am Ufer des Stromes, wo die Fischerkähne ankerten, sah man auf Stangen aufgezogene Fischernetze und man konnte oft ältere Fischer beim Netze flicken beobachten. Foto: Bauer mit Heuwagen auf der Dorffähre.Bauer mit Heuwagen auf der Dorffähre

Die Verbindung zwischen den Häuserreihen über den Strom bestand durch eine Fähre, die auch Pferdewagen und Autos beförderte. Ein Fährmann bediente die Fähre mit Handbetrieb an Seilen, was bei Sturm sehr schwierig war. (siehe Foto). Da die

Winter bei uns sehr streng waren, gab es zu Beginn der Eisperiode Schwierigkeiten beim Verkehr zur anderen Seite, weil die Verbindung nur auf dem Wasserweg bestand. Die eine Seite war günstiger dran, hier gab es die Bahnstation, die Schule, den Bürgermeister, das Standesamt und auch die meisten Einkaufsmöglichkeiten. Meine Eltern hatten zum Glück auch ihren Wohnsitz auf der günstigen Seite. Während des Schaktarps, so nannte man die Zeit, wo das Eis noch nicht so fest war, dass man ohne Gefahr den Strom überqueren konnte, hatten die Kinder auf der anderen Seite immer schulfrei, worüber sie sich sehr freuten. Wir aber mussten in die Schule gehen. Bei den starken Minusgraden dauerte es aber nicht lange und das Eis hielt. Nach einigen Tagen strengen Frostes war auch das Kurische Haff so fest zugefroren, dass die Fischer mit dem Schlitten oder mit den Eisbooten zum Fischfang unterwegs waren.

Die Wintertage, die ja damals recht lange dauerten, waren für uns Kinder sehr erlebnisreich. Wir liefen Schlittschuh, gingen rodeln oder fuhren auch mal mit dem Vater das Heu von den Wiesen holen. Das geschah dann mit dem Pferdeschlitten, vor allem von den Wasserwiesen, die im Sommer nur mit dem Kahn zu erreichen waren. Die Heuernte auf diesen Wiesen, die auch Lynkerort genannt wurde, war sehr erschwert, wurde daher auch nur einmal im Sommer vorgenommen. Das Heu hatte eine besonders gute Qualität und war sehr gefragt. Mein Vater besaß dort auch eine größere Fläche, die viel Vorbereitung erforderte. Alle Erntegeräte, die man brauchte, mussten mit einem Fischerkahn transportiert werden. Mein Vater, Bruder und alle Helfer mussten für diese Zeit auf den Wiesen wohnen bleiben. Ein primitives Zelt wurde aufgebaut, wo man schlafen und sich bei Regen aufhalten konnte. Für Essen und Trinken wurde reichlich vorgesorgt. Einmal am Tag wurde von meiner Mutter mit dem Handkahn eine warme Mahlzeit zu den Wiesen geschafft. Meistens war es Eintopf, der in Decken warm gehalten wurde (siehe Foto).image009.jpg

 

Der Transport der Pferde, die auch sehr wichtig waren, war schwierig. Die ruhigen, älteren Pferde konnte man im Fischerkahn rüberbringen. Einige mussten aber durch den Wald zu einem Fluss geritten werden. Dort wurden sie dann in das Wasser getrieben und auf der anderen Seite mit der Leine wieder an Land geholt. Da die Pferde das schon kannten, verlief alles schnell und unkompliziert.

Für uns Kinder war es immer ein besonderes Erlebnis. Weil die Heuernte in der Ferienzeit war, konnten wir auch so lange auf den Wiesen bleiben. Wir fanden es toll, auf dem frischen Heu mit Decken zu schlafen. Ich denke noch sehr oft daran, wie wir mit den Pferden die kleinen Heuhaufen zu einer bestimmten Stelle schleppen mussten, wo sie zu großen Haufen aufgestapelt wurden.

Wir saßen dann natürlich auf dem Rücken des Pferdes und mussten lenken, was uns immer großen Spaß machte. Das Reiten ohne Sattel war für uns selbstverständlich, wir saßen sehr sicher auf dem Rücken des Pferdes. Die Pferde kannten uns und gingen auch nie durch.

Im Winter wurden die großen Heuhaufen mit dem Pferdeschlitten über das Eis nach Hause geschafft.

An ein besonderes Erlebnis in unserem Dorf kann ich mich gut erinnern. Die Außenaufnahmen für den bekannten Film „Die Reise nach Tilsit“ mit Christina Söderbaum, H. George wurden auf dem Karkelstrom und auf dem Haff gedreht. Wir konnten die Schauspieler bei ihren Dreharbeiten ganz nahe beobachten.

Die Menschen im Dorf lebten eigentlich zufrieden und glücklich. Auch wenn die Arbeit der Fischer hart und bei Wind und Wetter sehr mühevoll war, wünschte sich keiner ein anderes Leben bis zum Beginn des Krieges. Damit begannen, die Leidenszeit und das Ende für alle Menschen im Dorf. Die meisten jüngeren Männer sind gefallen. Mein Bruder und viele andere verloren ihr Leben schon mit 19 und 20 Jahren, sie hatten nichts von ihrer schönen Jugendzeit. Sicher hätten sich viele auch ein anderes Leben gewünscht, aber es hatte keinen Einfluss darauf. Eine Verweigerung der Wehrpflicht bedeutete oft das Todesurteil.

Für alle anderen Dorfbewohner war der Räumungsbefehl 1944 das Ende und die Trennung von Haus und Hof.

Ursela Maertin geb. Weiß aus Karkeln / Ostpreußen Jetzt 18106 Rostock, Willem Barents Str. 31

Tel. 0381 1206677

 


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Flucht aus Ostpreußen – – Glück im Unglück

Nur wer mutig und stark war, schaffte es zu überleben

Erlebnisse einer 18- jährigen Ostpreußin 1944/45

Flucht aus Ostpreußen – – Glück im Unglück.

Die schrecklichen, unmenschlichen Erlebnisse, die man als junger Mensch mit 18 Jahren, während und am Ende des Krieges hatte, kann man nie vergessen. Oft träumt man des Nachts und die grausamsten Bilder hat man dann ganz deutlich vor Augen. Bei mir tauchen dann immer wieder die Fragen auf ,,warum war meine Jugendzeit so schrecklich, was habe ich getan, daß diese schönste, sorgenfreie Zeit eines jungen Menschen so grauenvoll verlaufen mußte?

Ich selbst habe Hitler nie gewählt, meine Eltern und ich hatten während des Krieges durch Hitler keine Vorteile, eher Nachteile. Mein Vater mußte als Bauer Soldat werden, auch der Bruder mit 18 Jahren wurde eingezogen. Meine Mutter mußte mit uns den Bauernhof alleine weiter führen, was allen sehr schwer fiel.

Das traurigste Kapitel in unserem leben begann dann im August 1944, wir erhielten die Nachricht, daß mein Bruder mit 20 Jahren gefallen war. Für uns alle ein Schock, meine Mutter und Großmutter haben nur geweint, sie hatten es aber schon geahnt. Meine Großmutter sagte ganz still ein paar Worte, die ich heute noch höre „er hat es geschafft, wie wird unser Ende sein“.

Es blieb aber keine Zeit zum trauern, es begann die Fluchtvorbereitung im Dorf. Mit 2 Fluchtwagen, wo nur das nötigste mitgenommen werden konnte, waren wir Anfang Oktober einige Tage unterwegs. Meine Mutter hat schrecklich geweint, weil sie ihre geliebten Tiere alleine zurücklassen musste. Die Großmutter mit 78 Jahren stieg nur mit Widerwillen auf den Wagen und hat kaum noch ein Wort gesagt. Die ungewisse Zukunft war so unerträglich, auch für uns junge Menschen.

Die Flucht endete nach einigen Tagen im Samland auf ein Gut in der Nähe von Pobethen. Dort herrschten auch schon kriegsbedingte Zustände, es war alles voller Soldaten, die Gutsfrau selbst hatte ihr Gut ebenfalls verlassen, weil die Front immer näher rückte. Im Dezember erkrankte meine Großmutter an einer schweren Lungenentzündung. Es gab nirgendwo einen Arzt, auch keine Medikamente, die ihr das Sterben erträglicher machen konnten. Wir mussten zusehen, wie sie jämmerlich erstickte, ein grausamer Tod, den man nicht beschreiben kann.

Der Krieg kam immer näher, der Russe stand kurz vor Königsberg, so daß es auf dem Landweg für uns kein Entrinnen gab, nur einen Ausweg und das war Pillau über die Ostsee. Erst im Januar nach dem Tod der Großmutter konnten wir das Gut verlassen. Ich schaffte es erstmal nach Pillau zu kommen, um einen Ausweg zu suchen. Dort herrschten in der Stadt schlimme Zustände , die Straßen waren voller Menschen, Frauen und Kinder liefen ziellos herum, auch verwundete Soldaten , die noch laufen konnten, einige kamen zu Fuß aus den Lazaretten aus Königsberg und versuchten über See zu entkommen. Es dachte jeder nur an sich selbst um sein eignes Leben zu retten.

Ich hatte für meine Familie eine vorübergehende Unterkunft gefunden und versuchte meine Mutter, Schwester und meinen Bruder mit 6 Jahren nach Pillau zu holen. Sie wurden von unserem polnischen Arbeiter Marion, der uns während der ganzen Flucht schon begleitet hatte und meine Mutter nicht verlassen wollte, mit einem Pferdeschlitten nach Pillau gebracht. Der Winter war sehr kalt, oft über 1o Grad Minus. Marion ist dann mit dem restlichen Gepäck, wir behielten nur dass, was wir tragen konnten, in seine Heimat nach Polen gefahren. Ob er mit den Pferden nach Hause kam, wissen wir leider nicht.

Unsere Unterkunft war in der Nähe vom Hafen, so dass wir jeden Tag nach dort hinlaufen konnten, um festzustellen, ob ein Schiff anlegt. Wenn man die vielen Menschen dort sah, war uns klar wie gering unsere Chancen waren, auf ein Schiff zu kommen, alle saßen verzweifelt auf ihrem Gepäck. Dazu kam die lebensbedrohliche Lage aus der Luft, jeden Tag gab es Luftangriffe ohne Vorwarnung. Die Flugzeuge kamen im Tiefflug herunter und schossen einfach auf Frauen und Kinder, die am Hafen auf der Flucht waren. Die Flugzeugbesatzung, es waren vor allem Russen, konnte man in den Kabinen sitzen sehen, also haben auch sie gesehen, dass es sich nur um Frauen und Kinder handelte, die sie beschossen, das war den Piloten aber egal. Nachher lagen viele verwundete Frauen und Kinder am Boden und riefen nach Hilfe, aber es kam keine Hilfe, jeder versuchte sein eigenes Leben zu retten.

Ein ganz schreckliches Erlebnis hatte ich noch am Tag vor unserer Abfahrt. Wir hörten wieder Flugzeuggeräusche, einen Fliegeralarm gab es nicht mehr, auch keinen Luftschutzkeller, wir saßen zitternd im Haus. Uns gegenüber war ein großer Friedhof. Plötzlich gab es einen furchtbaren Knall, die Wände zitterten und die Fensterscheiben gingen kaputt, da wussten wir gleich in der Nähe sind Bomben gefallen und explodiert. Dann hörten wir laute Schreie und sind aus dem Haus gelaufen. Es bot sich ein grausamer Anblick, auf dem Friedhof waren die Bomben explodiert, an den Bäumen hingen lauter weiße Fetzen, sicher von den dort bestatteten Leichen. Noch schlimmer war für uns der Anblick, der sich auf der Straße abspielte. Während des Fliegerangriffs liefen verwundete Soldaten auf der Straße herum, ein Kamerad von ihm war von einem Bombensplitter am Kopf getroffen und lag mitten auf der Straße in einer Blutlache und stöhnte. Die Soldaten baten uns um Hilfe, als wir näher kamen, sahen wir, dass die obere Kopfplatte völlig auf war, er lebte noch, brauchte dringend Hilfe, aber wir konnten in keiner Weise helfen, es gab bei uns kein Telefon und auch in der Nähe kein Krankenhaus. Wir sind ganz verzweifelt ins Haus gelaufen und haben Decken geholt. Seine Kameraden haben ihn darauf gelegt und mitgenommen. Wie schrecklich dieser junge Mensch wohl gelitten hat ohne medizinische Hilfe, man konnte ihm nur wünschen, dass er schnell gestorben ist.

Dann kamen die Flugzeuge wieder und wir flohen schnell ins Haus.

Dass wir nicht helfen konnten, war für uns eine so große seelische Belastung, heute unvorstellbar- Wie nötig hätten wir da eine psychiatrische Betreuung gebraucht.

Aber der Kampf ums Überleben ging für uns weiter.

Am nächsten Tag liefen wir wieder zum Hafen und hatten endlich Glück, 2 Schiffe kamen an. Ganz schnell holten wir die Mutter und den Bruder und versuchten mit unserem Handgepäck an ein Schiff heranzukommen. Ein schrecklicher Kampf spielte sich jetzt ab, alle versuchten nach vorne zu kommen. Der Kapitän konnte nur mit Gewalt die Menschen zurück halten, damit sie nicht ins Wasser fielen und das Schiff nicht überladen wurde. Meine Mutter schaffte es gerade noch mit meinem Bruder auf das Schiff zu kommen, dann hieß es plötzlich nur Frauen mit kleinen Kindern und wir wurden zur Seite gestoßen. Meine Schwester und ich waren nun getrennt von der Mutter. Die Schiffsbrücke wurde hochgezogen und wir standen alleine am Ufer, auf dem Schiff schrie und weinte die Mutter, sie wollte wieder runter. Denn wir hatten doch kein Ziel im restlichen Deutschland, wo wollten wir uns wieder sehen.

Als wir dann weinend am Ufer standen, hatten die Matrosen Mitleid mit uns, sie gaben uns ein Zeichen, wir sollten in Ruhe abwarten. Dann sollten wir zum Vorschiff kommen und sie versuchten uns mit unserem Gepäck auf einem provisorischen Landesteg auf das Schiff zu holen. Es klappte und wir waren wieder zusammen und glücklich, alle weinten vor Freude. Für uns waren die Matrosen wirkliche Helden, auch wenn sie Ärger mit dem Kapitän bekamen, sie haben alles getan, um den Menschen, die um ihr Leben bangten, zu helfen.

Über unseren weiteren Fluchtweg bis nach Mecklenburg werde ich im 2. Teil berichten.

Ich wünschte mir, dass ich mit diesen schrecklichen Lebenserfahrungen, über die ich hier berichtet habe, vielen jungen Menschen aufgezeigt habe – wenn sie das überhaupt lesen werden – wie schrecklich ein Krieg sein kann, auch wenn man unschuldig ist und nichts dagegen tun kann.

Für Rentner in meinem Alter, die das gleiche Schicksal hatten und nach dem Krieg unter schwierigsten Bedingungen gearbeitet und gelebt haben, ist es unbegreiflich wie man jetzt über die einfache Rentenerhöhung streitet. Denn sie haben unser kaputtes Land ohne fremde Hilfe wieder aufgebaut, damit die nachfolgenden Generationen stolz auf ihre Heimat sein können.

Wenn man die alten Frauen, die unter härtesten Bedingungen ihre Kinder groß gezogen haben und heute wirklich wenig Rente bekommen, sie jetzt noch als Ausbeuter der jungen Generation bezeichnet, ist ein Riesenskandal. Vor allem wenn diese Meinung noch von Politikern, die selbst eine unheimlich hohe Rente bzw. Pension bekommen, vertreten wird.

Für diese Menschen, vor allem junge Politiker, die so denken und reden, von der Presse noch unterstützt werden, wäre es vielleicht angenehmer gewesen, wenn alle Frauen, die damals auf der Flucht noch in Sicherheit kamen, nicht am Leben geblieben wären. Es gäbe dann in Deutschland weniger alte Menschen, die jetzt versorgt werden müssen, da sie ja noch zur Kriegsgeneration gehören und die Schuld an allem tragen.

Wann wird man endlich mit diesen Schuldzuweisungen aufhören und den älteren Menschen, so wie in anderen Ländern mehr Achtung und Anerkennung entgegenbringen.

Ursela Maertin geb. Weiß aus Karkeln jetzt wohnhaft 18106 Rostock

Willem Barents Str. 31 Tel. 0381 1206677

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Lichtenhagen (Rostock)

Immer wieder gerne hochgepuscht von den Medien, aber Rostock ist zu 90% nicht ausländerfeindlich, und schon gar nicht den Vietnamesen gegenüber,(Behörden hatten alle Asülanten nach Lichtenhagen in ein überfülltes Hochhaus abgeschoben, Folge nicht genug Platz viele mußten draußen übernachten (Roma’s..) weitere Folge sie haben den Einwohnern Quasi vor die Tür geschissen, und Wäsche von der Leine geklaut. Dieses, soll keine Endschuldigung sein aber zum Nachdenken anregen.


Link: sevenload.com

Karkeln

Erinnerungen an unseren ehemaligen Bürgermeister M. Mainus in Karkeln.

Unser letzter Bürgermeister
karkeln.gifwar sehr lange auf diesem Gebiet tätig. Alle wichtigen Ämter in der Gemeinde hat er verwaltet, z.B. die Raiff-eisenkasse und das Standesamt, was er alles perfekt beherrschte. Außerdem hatte er immer ein Ohr für seine Dorfbewohner und wusste auch über die Entstehung des Dorfes und seinen Namen gut bescheid. Da ich als Kind großes Interesse für die Arbeit im Gemeindebüro hatte, konnte ich nach meiner Schulentlassung als Bürolehrling dort anfangen. Es war zu Beginn des 2. Weltkrieges Weiterlesen

Wiedersehen mit dem Vater als Kriegsheimkehrer im Dezember 1946

moritz_weiss.jpgUnsere Flucht endete im Januar 1945 in Mecklenburg, in einem kleinen Dorf Pernick bei Neukloster. Wir bekamen 1 Zimmer für 4 Personen, gekocht und gewaschen wurde in der Waschküche. Von unserem Vater wussten wir nichts, wir sahen uns zuletzt in Pillau, kurz vor unserer Flucht aus Ostpreußen.. Er war damals als Soldat in Peise und ist dort auch in Gefangenschaft geraten. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen war sehr gering, wir hatten erfahren, dass viele Soldaten dort gefallen waren. Es gab auch kein Ziel, wo wir uns treffen wollten. Trotz der geringen Hoffnung gaben wir eine Suchmeldung beim Roten Kreuz auf.

Es war unfassbar, im Dezember 1946 erreichte uns die Nachricht, dass unser Vater lebt und sich als Kriegsheimkehrer auf einem Gut bei Boizenburg in der Uckermark befindet. Unsere Freude über dieses Lebenszeichen war riesengroß und wir haben gleich beschlossen, dass ich sofort nach dort fahre, um den Vater zu holen, damit wir nach langer Zeit Weihnachten wieder zusammen sein können. Mir war klar, dass diese Reise nach Boizenburg bei den schlechten Verkehrsverhältnissen(Züge fuhren unregelmäßig) und bei den z Zt. Winterlichen Temperaturen (minus 15 Grad) mit großen Strapazen verbunden sein wird. Aber ich war jung, 2o Jahre und sehr mutig. Ich fuhr von Wismar ab, musste öfter umsteigen, lange Wartezeiten auf den Bahnsteigen es war sehr kalt, zu essen gab es auch nichts, meine Verpflegung reichte nicht aus, es war schon richtig entmutigend. Aber ich gab nicht auf, ich wollte es doch schaffen, das war ich meinem Vater schuldig.

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Mein Großvater – vertrieben von Haus und Hof

grossvater-ostpreussen.gifMeine Großeltern wohnten bis 1944 in Karkeln, einem Dorf am Kurischen Haff. Mein Großvater war Bauer, er besaß dort Wiesen, Ackerland und viele Pferde, Kühe, Schafe und Geflügel.Er hat mir viel von seinen Tieren erzählt. Sein größtes Hobby war die Wildentenjagd. Er hatte sogar einen Jagdschein für ein Jahr, den man vom Fiskus für Geld erwerben konnte. Eimal im Jahr ging er auch zur Hasenjagd (siehe Bild). Zur Entenjagd benutzte er oft einen Kahn, um auf den Wasserwiesen an die Enten heranzukommen. Sein Jagdhund hat ihn dabei immer begleitet. Wenn die Enten abgeschossen ins Wasser fielen, sprang der Hund ins Wasser und holte die Enten heraus.

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Sicherheitsmaßnamen in Hinblick auf den G8 – Gipfel

So das ist ja wie in alten Zeiten in MVP – man – da hat Adolf Hilter doch mal gezeigt wie man mit dem Volk umgeht und um gehen kann es wird nur unter einer anderen Politik die fuer alle sauber aussieht durchgefuhrt – so war das bei Adolf Hitler auch, alle dachten das ist richtig so auch im Osten bei der Stasi – alle dachten sie machen das richtige. Heute weis doch keine mehr was richtig ist und alle machen was einer sagt – und dieser weis das es richtig ist — wie das denn? wenn keiner weis was richtig – naja bei Adolf war das auch so deshalb machen das alle so.

Ich beglueckwuensche alle Teilnehmer und Helfer, Arbeiter , Politiker und Polizisten des G8 Gipfel 2007 das diese so gut auf ihren Fuehrer hoeren und nehmen demVolk ein Stueck Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung  naja das war bei Adolf Hilter auch so – wenn sie es nicht machen macht es ein anderer – genau bei der SS haben auch alle so gedacht und alle haben mit gemacht weil es o einfach war!!

He und manchen hat es spass gemacht !!! Wenn der Staat anordnet dann kann dieser jedes Grundstueck beschlagnahmen und nutzen solange er dieses braucht – und dann kommt ein Fuehrer und der sagt wie es gemacht wird. ( das get auch ohne waffen )  wie bei der Judeloesung ist ja wahnsinn was die Regierung alles gelernt hat.

Wie dumm muss man eigentlich sein und wie scrupellos das man so ein schwach sinn mit macht – so dumm das alle das Land arm machen ist doch scheiss egal wie haben doch schon so vile Millionen verbraten  MVP ist arm und alle machen mit es noch aermer zumachen – lol naja ein dummes Volk folgt jedem Fuehrer – Heil dem Polizeifueher hoert sich das nicht gut an –

 Weil im Juni 2007 in Heiligendamm der G8-Gipfel tagt, lässt Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung das kleine Ostseebad weiträumig einzäunen. Rund 13 Kilometer lang, 2,50 hoch und knapp einen Meter tief in der Erde verankert soll sich die Absperrung im weiten Halbkreis um den kleinen Ort legen. Wer die intern auf rund 15 Millionen Euro geschätzten Kosten trägt, ist noch nicht geklärt. Dabei streiten sich das Land und der Bund immer noch darüber, wer den Sicherheits- aufwand während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Stralsund und Trinwillershagen im vergangenen Juli übernimmt. Auf den 14,65 Millionen Euro Kosten droht das Land sitzen zu bleiben.

 Als Bush im Juli im Grand-Hotel in Deutschlands ältestem Seebad, dessen Sanierung in den vergangenen Jahren bereits dreistellige Millionensummen kostete, einquartiert war, überraschte er die Sicherheitskräfte, als er zwischen zwei Terminen zu einer kleinen Fahrradtour aufbrach. Im nächsten Jahr würde er nicht weit kommen. Die Sicherheitsanalyse habe ergeben, dass der Zaun notwendig sei, sagte Axel Falkenberg, Sprecher des Sonderstabes der Landespolizei, die den Einsatz während des Gipfels vorbereitet. Es herrsche höchste Sicherheitsstufe für die Staatsgäste und ihre vielköpfigen Delegationen, wenn sie vom 6. bis 8. Juni nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Die von Globalisierungsgegnern angekündigten Proteste, möglicherweise auch Blockaden, seien „Begründung genug“ für den Zaun. „Wir wollen Übergriffe ausschließen“, sagt Falkenberg. Er verweist auf den G-8-Gipfel im schottischen Gleneagles im Juli 2005, der ebenfalls mit Hilfe eines acht Kilometer langen Stahlgitterzauns abgesichert wurde. Ab Januar soll der Zaun um Heiligendamm gebaut werden, Ende April soll er fertig sein. „Schritt für Schritt“ sollen dann die Sicherheitsmaßnahmen bis zum Gipfel verschärft werden. Am Ende dürfen nur noch die 280 Einwohner, angemeldete Hotelgäste und Lieferanten nach Heiligendamm.

Monty Schädel, ehemaliger PDS-Landtagsabgeordneter und Koordinator der G-8-Proteste, hofft auf 100 000 Demonstranten aus ganz Europa. „Wenn die Regierenden meinen, sich und die Freiheit mit einer Mauer schützen zu müssen, kann es mit der Freiheit nicht weit her sein“, sagt Schädel zum Sicherheitszaun. Heiligendamm werde auf fragwürdige Weise „demokratiefrei gemacht“, weil dort kein Protest gegen den Gipfel mehr möglich sein wird.

Im Schweriner Innenministerium werden Gerüchten zufolge die Kosten für die Sicherheit auf 90 bis 110 Millionen Euro taxiert – womit die Kosten für den Gleneagles-Gipfel noch überschritten wären. Im Landeshaushalt sind jedoch nur zehn Millionen Euro eingeplant. Ursprünglich glaubte das Ministerium, für den Sicherheitsaufwand nur 30 Millionen Euro zu benötigen, und hatte gehofft, der Bund werde zwei Drittel davon tragen. Viel mehr als die zehn Millionen wird Ministerpräsident Ringstorff (SPD) nach seiner massiven Kritik an den Kosten des Bush-Besuchs seinen Landeskindern kaum schmackhaft machen können.

G8

Nach meinen gestrigen Spaziergang am A.Nexö Ring am G8 Camp ist mir dieses kleine unscheinbare Vehikel (Auto?) aufgefallen.

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Interessant finde Ich allerdings die Fässer oben auf dem Dach. Was Ich mir jetzt für eine Frage stelle ist, wozu braucht man kaputte verrostete Fässer. Feuerblokaden?

G8

Seit einigen Tagen ist auch das Camp in der G8 Gegner in Evershagen bezogen. Wer sich Eindrücke über ihre Arbeit machen will sollte doch einmal ruhig vorbeischauen. Es ist nicht ganz uninteressant wofür diese Leute stehen.

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